Die Werteinschätzung der Immobilie ist einer der wichtigsten Punkte, wenn Sie an den Verkauf denken. Denn nur wenn Sie wissen, was Ihre Immobilie tatsächlich wert ist, können Sie eine realistische Kaufpreisvorstellung entwickeln. Welchen Vergleichsmaßstab oder welche Methode Sie auch immer für die Bewertung heranziehen, Sie müssen dabei die individuellen Eigenschaften und Merkmale Ihres Objektes, die den Wert beeinflussen, berücksichtigen. Eine Orientierung alleine am „Durchschnitt“ reicht nicht.

In der folgenden Checkliste für Wertermittlung haben wir daher die wichtigsten Kriterien und Gesichtspunkte der Bewertung für Sie zusammengestellt.

1. Art des Objektes

Um welche Art von Immobilie handelt es sich? Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus oder Wohnung in einem Objekt. Und wie ist das Gebäude errichtet? Freistehend, als Doppelhaushälfte, als Reihenmittel- oder als Reihenendhaus. Von der Einordnung hängt ab, welche Vergleichsobjekte Sie für die Werteinschätzung heranziehen sollten.

2. Bauweise

Die Bauweise ist für die Wertermittlung ebenfalls maßgebend: ob Massivhaus, Fertighaus, Fachwerkbau oder einfaches Holzhaus, davon hängt die Lebensdauer des Baus wesentlich ab und damit auch der Wert. Massivhäuser gelten als am „haltbarsten“ und wertbeständigsten.

3. Dachausbau

Wenn ein Dach ausgebaut ist, wirkt das werterhöhend im Vergleich zu Objekten, wo das nicht der Fall ist. Grundsätzlich unterscheidet man:

  • vollständigen Ausbau: Nutzung der gesamten Dachfläche zu Wohnzwecken möglich.
  • teilweisen Ausbau: mindestens die Hälfte der Dachfläche ist ausgebaut;
  • fehlenden Ausbau: Ausbaumöglichkeit vorhanden, aber nicht genutzt;
  • nur Flachdach vorhanden: kein Ausbau möglich.

Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach kann wertsteigernd sein.

4. Unterkellerung

Ähnlich wie beim Dach verhält es sich mit der Unterkellerung. Hier gibt es ebenfalls unterschiedliche Möglichkeiten:

  • voll unterkellert: die gesamte Objekt-Grundfläche ist unterkellert;
  • teilweise unterkellert: mindestens die Hälfte der Grundfläche ist unterkellert;
  • nicht unterkellert: es gibt keinen Keller.

Auch hier sind verschiedene Ausbaustufen denkbar: voller Ausbau für Wohnzwecke, teilweiser Ausbau, kein Ausbau.

5. Zahlen und Maße

Der Wert wird natürlich auch von der Größe der Immobilie bestimmt. Diese lässt sich mit folgenden Daten erfassen:

  • Fläche des Grundstücks;
  • Wohnfläche;
  • Geschosszahl;
  • Zahl der Zimmer;
  • Zahl der (Garagen-)Stellplätze.

6. Außenanlagen

Die Außenanlagen sind neben dem Gebäude ein zusätzlicher Wertfaktor. Folgende Kategorisierung ist möglich:

  • übliche Außenanlagen: gepflasterte Zufahrtswege, Rasenflächen mit Bäumen, Müllstandsflächen vorhanden;
  • überdurchschnittliche Außenanlagen: sehr gepflegte Anlage, Verwendung hochwertiger Materialien und Bepflanzung;
  • unterdurchschnittliche Außenanlagen: einfache Anlage ohne Pflasterung, Abgrenzungen fehlen, nur Rasen;
  • keine Außenanlagen: Grundstück vollständig bebaut.

7. Ausstattung

Hier sind vor allem zu bewerten:

  • die Ausstattung der sanitären Einrichtungen;
  • Vorhandensein von Balkonen oder Terrassen;
  • die Qualität von Fenstern und Türen;
  • die Heizungsanlage;
  • die Art der Bedachung;
  • die Wärmedämmung.

8. Alter und Modernisierungen

Je älter Ihr Haus, um so wichtiger sind erfolgte Modernisierungen für den Werterhalt. Neben dem Baujahr spielen Art, Umfang und Häufigkeit von zwischenzeitlichen Modernisierungsmaßnahmen eine wichtige Rolle für die Wertermittlung.

9. Lage und Umgebung

Die Lage ist fast genauso wichtig für die Wertermittlung wie das Gebäude selbst. Hier sind die Marktverhältnisse am jeweiligen Ort, das soziale Umfeld, die landschaftliche und bauliche Umgebung aber auch die konkrete Positionierung des Grundstücks zu berücksichtigen.

10. Infrastruktur

Last but not least bestimmt die örtliche Infrastruktur den Wert mit. Die Verkehrsanbindung, Einkaufs-, Schul- und Freizeitangebote, Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Arbeitsmöglichkeiten in der Nähe sind Faktoren, die in die Wertermittlung mit einfließen müssen.

Wertermittlung über Makler für Freising und München

Die Immobilienbewertung ist einer der „Knackpunkte“ beim Verkauf, denn sie erfordert ausgesprochen Expertise. Selbst wenn Sie die einzelnen Punkte unserer Checkliste für Wertermittlung sorgfältig abarbeiten, stellt sich immer noch die Frage, wie die festgestellten Merkmale konkret zu bewerten sind. Ein guter Makler kann Ihnen diese Arbeit abnehmen, so dass Sie die Checkliste für Wertermittlung gar nicht benötigen. Viele Makler bieten sogar kostenlose Wertermittlung an, wenn sie auch mit der Vermarktung beauftragt werden. Und selbst eine kostenpflichtige Wertermittlung ist oft günstiger als ein Sachverständigen-Gutachten und meist „marktnäher“.

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