Viele Eigentümer, die eine Wohnung verkaufen wollen, wünschen sich, dass das möglichst schnell und zu einem guten Preis möglich ist – und sind dann doch enttäuscht, wenn sich der Verkauf über etliche Wochen oder sogar Monate hinzieht. Selbst Wohnungen in begehrten Lagen lassen sich oft nicht kurzfristig vermarkten. Schließlich erwirbt der Käufer nicht nur die Wohnung, sondern wird auch Teil einer Eigentümer-Gemeinschaft – eine Entscheidung, vor der mancher zurückschreckt. Hier sind einige Tipps, was Sie beim Verkauf Ihrer Wohnung beachten sollten.

Vermietet oder unvermietet

Grundsätzlich verkaufen sich unvermietete Eigentumswohnungen besser als vermietete, weil der Käuferkreis größer ist und die Nutzungsmöglichkeiten flexibler sind. Bei bestehenden Mietverhältnissen ist der neue Eigentümer außerdem an Vorgaben zum Mieterschutz gebunden, was Mieterhöhungen und Kündigungen einschränkt. Wenn Ihre Wohnung gerade frei ist, könnte es eine günstige Gelegenheit zum Verkauf sein.

Nicht immer ist aber ein unvermieteter Verkauf möglich. Dann sollten Sie vor allem Interessenten ansprechen, die eine Wohnung als Kapitalanlage suchen. Denn für diese kann der Erwerb sinnvoll sein. Dabei müssen Sie allerdings belegen können, dass sich die Vermietung auch rechnet, sonst dürfte der Verkauf schwierig werden.

Renovierung sinnvoll?

Bei Gebrauchtwohnungen stellt sich oft die Frage, ob eine vorherige Renovierung sinnvoll ist. Die kostet einerseits, andererseits könnten sich Verkaufschancen erhöhen. Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Bei gravierenderen Mängeln kann eine Renovierung angebracht sein, bei üblicher Abnutzung ist sie es in der Regel nicht. Wenn der Käufer die Wohnung selbst nutzen will, wird er sie ohnehin nach eigenen Vorstellungen gestalten wollen.

Verkaufsfördernd ist dagegen eine ansprechende Aufbereitung der Wohnung. Das heißt: Reinigung, Entrümpelung und eine neutrale Möblierung für einen guten optischen Eindruck. Dezent möblierte Wohnungen verkaufen sich besser als leere.

Der richtige Preis

Sie müssen sich eine realistische Vorstellung bilden, was Ihre Wohnung wert ist, denn nur mit einer marktgerechten Kaufpreisforderung werden Sie die Wohnung verkaufen können. Unter „Wohnungsbewertung“ erfahren Sie mehr zur Wertermittlung. An dieser Stelle nur einige Hinweise, was Sie bei der der Kaufpreis-Festlegung besonders beachten sollten:

  • das Alter: bei Wohnungen aus den aus den 1950er, 1960er und 1970er müssen Sie mit deutlichen Preisabschlägen kalkulieren.
  • die Lage im Gebäude: Souterrain- und Erdgeschoss-Wohnungen sind weniger gefragt als Etagen-Wohnungen;
  • den „Auslauf“: Wohnungen ohne Terrasse, Gartenzutritt oder Balkon sind weniger wert als Wohnungen mit;
  • Zimmerzahl und Zuschnitt: Wohnungen mit 3, 4 oder 5 Zimmern sind besonders begehrt, der jeweilige Zuschnitt der Zimmer ist ebenfalls ein wertbeeinflussender Faktor.

Diese Unterlagen benötigen Sie!

Kaufinteressenten wollen sich anhand aussagekräftiger Unterlagen informieren. Die sollten Sie in einem entsprechenden Exposé zur Verfügung stellen, wenn Sie die Wohnung verkaufen wollen. Besonders wichtig sind neben den üblichen Angaben zum Gebäude:

  • Grundrisse;
  • Wohnflächenberechnung;
  • Teilungserklärung;
  • Energieausweis;
  • die Protokolle der letzten drei Eigentümerversammlungen;
  • die letzten drei Wohngeldabrechnungen;
  • den Wirtschaftsplan der letzten ein bis drei Jahre;
  • Angaben zur Instandhaltungsrücklage aus den letzten drei Jahren.

Zielgruppen

Eigentumswohnungen werden bevorzugt von Selbstnutzern gekauft, die vorher Mieter waren. Hier hat sich als „Verkaufsargument“ eine Vergleichsrechnung „Kauf vs. Miete“ bewährt, in der gezeigt wird, dass die Belastung durch den Kauf nicht größer ist als die Miete, aber ein Eigentumsvorteil besteht.

Daneben hängt es auch von der Größe, der Lage und dem Zuschnitt der Wohnung ab, wer als Käufer in Betracht kommt. Singles werden gerne 1- und 2-Zimmer-Wohnungen suchen, Paare und Familien brauchen größere Wohnungen. Ältere Menschen legen auf Barrierefreiheit Wert.

Wohnung verkaufen München und Freising – mit Makler

Wenn Sie Ihre Wohnung selbst verkaufen wollen, müssen Sie mit Zeit und Aufwand rechnen. Die Inserierung, Auskünfte, Besichtigungen und das Nachhalten bedeuten jede Menge Arbeit. Ein Makler nimmt Ihnen diese Mühe ab. Er kann auch den Wert Ihrer Wohnung richtig einschätzen, kennt die passenden Zielgruppen und weiß, welcher Preis erzielbar ist. Der Verkaufserfolg ist – trotz Courtage – meist besser als bei eigenen Bemühungen.

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