Was ist der teuerste Fehler beim Hausverkauf?
4 Min. Lesezeit · Stand: August 2026 · Von Andreas Heinrichs
Die Antwort in drei Sätzen
Der teuerste Fehler beim Hausverkauf ist ein überhöhter Angebotspreis. Was zu teuer startet, steht länger am Markt, wird von Interessenten als Ladenhüter gelesen und am Ende häufig unter dem erzielbaren Marktwert verkauft. Ein marktgerechter Einstiegspreis auf echter Datenbasis verhindert genau diese Abwärtsspirale.
Warum der zu hohe Preis so teuer wird
Die größte Aufmerksamkeit bekommt eine Immobilie in den ersten Wochen nach Veröffentlichung: Portale spielen sie als Neuheit aus, vorgemerkte Suchkunden werden benachrichtigt, die Klickzahlen sind am höchsten. Wer diese Phase mit einem Wunschpreis „zum Testen" verbrennt, erreicht die kaufbereitesten Interessenten mit dem falschen Signal.
Dazu kommt: Die großen Portale zeigen Preisreduzierungen und lange Standzeiten offen an. Käufer und deren Finanzierungsberater sehen also genau, dass ein Objekt schon lange läuft und bereits reduziert wurde – und verhandeln entsprechend härter.
Die typische Abwärtsspirale
So läuft es erfahrungsgemäß ab, wenn der Startpreis deutlich über dem Markt liegt:
- Wochen 1–4: viele Klicks, wenige Anfragen, kaum Besichtigungen – die beste Vermarktungsphase verstreicht.
- Erste Preisreduzierung: Das Objekt wirkt „auffällig", Interessenten fragen sich, was damit nicht stimmt.
- Weitere Standzeit: Besichtigungen bleiben zäh, die Verhandlungsposition kippt zum Käufer.
- Abschluss: Der Verkauf erfolgt oft später und unterhalb dessen, was ein marktgerechter Start erzielt hätte.
Weitere teure Fehler dahinter
Der Preis ist der größte Hebel – aber nicht der einzige:
- Unvollständige Unterlagen (Grundbuch, Energieausweis, Pläne): verzögert Finanzierung und Notartermin.
- Schwache Fotos und lückenhafte Exposés: kosten qualifizierte Anfragen.
- Falsche Zielgruppe: Ein Sanierungsobjekt braucht andere Käufer als ein bezugsfertiges Familienhaus.
- Emotionale Verhandlung ohne Puffer-Strategie und ohne Bonitätsprüfung der Interessenten.
So vermeiden Sie den Fehler
Grundlage ist ein Einstiegspreis, der sich aus echten Marktdaten ableitet – nicht aus Wunschdenken oder dem höchsten Lockangebot eines Maklers. Wir veröffentlichen dafür monatlich die Angebotspreise aller Gemeinden der Landkreise Freising und Pfaffenhofen und legen jede Werteinschätzung schriftlich und nachvollziehbar offen. So starten Sie mit einem Preis, der Interessenten überzeugt und Verhandlungsspielraum behält.
Ein ehrliches Wort
— Andreas Heinrichs, Inhaber
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