Heinrichs Immobilien – Wohnen
Meist reichen 500–2.000 €

Soll ich vor dem Verkauf noch renovieren?

4 Min. Lesezeit · Stand: August 2026 · Von Andreas Heinrichs

Die Antwort in drei Sätzen

In den meisten Fällen: nein. Große Renovierungen vor dem Verkauf holen ihre Kosten selten wieder herein, weil Käufer im Landkreis Freising ohnehin nach eigenem Geschmack umbauen. Was sich fast immer lohnt, sind kleine Maßnahmen: gründlich ausräumen, Kleinreparaturen erledigen, streichen, wo es wirklich abgewohnt aussieht. Ob Ihre Immobilie eine Ausnahme ist, klären wir ehrlich bei der Bewertung vor Ort.

Warum sich große Renovierungen selten rechnen

Ein neues Bad für 25.000 € erhöht den Verkaufspreis fast nie um 25.000 €. Käufer bezahlen ungern für Geschmacksentscheidungen anderer: Die junge Familie will ohnehin ihre eigenen Fliesen, der Kapitalanleger rechnet mit dem Zustand, wie er ist. Dazu kommt der Zeitverlust: Monate Bauzeit, in denen der Markt sich bewegt und die Immobilie nicht angeboten werden kann.

Im Landkreis Freising kommt ein zweiter Effekt dazu: Bei Häusern macht der Grundstückswert oft den größten Teil des Preises aus. Wer hier viel Geld in die Substanz steckt, verbessert nur einen Teil des Gesamtwerts – der Hebel ist kleiner, als viele Eigentümer denken.

Was sich fast immer lohnt

Die wirkungsvollsten Maßnahmen kosten wenig und sind schnell erledigt:

MaßnahmeTypische KostenWirkung
Entrümpeln und gründlich reinigen0–500 €Räume wirken größer und gepflegter – der stärkste Effekt überhaupt
Kleinreparaturen (tropfender Hahn, klemmende Tür)100–500 €Nimmt Käufern das Gefühl eines „Sanierungsfalls“
Streichen stark abgewohnter Wände500–1.500 €Neutrale, helle Räume lassen sich besser vorstellen
Garten und Eingang aufräumen0–300 €Der erste Eindruck entscheidet oft schon vor der Haustür
Vollständige Unterlagen statt neuer Küche0 €Schafft Vertrauen und beschleunigt die Finanzierung des Käufers

Die Ausnahmen: Wann sich etwas mehr doch lohnt

Es gibt Fälle, in denen gezielte Maßnahmen den Verkauf spürbar verbessern: sichtbare Feuchtigkeitsschäden sollten fachgerecht behoben (nicht überstrichen) werden, weil sie sonst jede Preisverhandlung dominieren. Und bei vermieteten Wohnungen kann eine Aufwertung nach Auszug des Mieters den Sprung in eine andere Käufergruppe bedeuten. Ob das bei Ihnen der Fall ist, sagen wir Ihnen ehrlich – auch, wenn die Antwort „lassen Sie es“ lautet.

Ein ehrliches Wort

Wir verdienen nichts an Ihrer Renovierung – deshalb bekommen Sie von uns dazu eine ehrliche Einschätzung. In gut acht von zehn Verkäufen raten wir von größeren Maßnahmen ab. Wenn Sie handwerklich begabt sind und Zeit haben, können Sie die kleinen Dinge selbst erledigen; einen Makler brauchen Sie dafür nicht.

— Andreas Heinrichs, Inhaber

Häufige Fragen dazu

Erhöht ein neues Bad den Verkaufspreis?
Selten um mehr, als es kostet. Käufer bauen Bäder gern nach eigenem Geschmack um – ein gepflegtes, sauberes Bestandsbad reicht meist völlig.
Sollte ich leerstehend oder möbliert verkaufen?
Aufgeräumt und wohnlich wirkt besser als komplett leer. Persönliche Gegenstände reduzieren, aber Grundmöblierung stehen lassen – so können sich Käufer das Wohnen vorstellen.
Muss ich Mängel beheben oder reicht es, sie offenzulegen?
Bekannte Mängel müssen Sie offenlegen – das ist Pflicht. Kleine Mängel vorher zu beheben ist oft günstiger, als sie in der Preisverhandlung mehrfach bezahlt zu bekommen.
Was ist mit einer energetischen Sanierung vor dem Verkauf?
In der Regel nicht wirtschaftlich: Die Kosten sind hoch, und Käufer kalkulieren Sanierungen mit eigenen Förderungen und eigenem Zeitplan. Wichtig ist ein aktueller Energieausweis und Transparenz über den Zustand.
Wer sagt mir, welche Maßnahmen sich bei meiner Immobilie lohnen?
Genau das klären wir bei der kostenlosen Bewertung vor Ort – inklusive einer ehrlichen Empfehlung, was Sie sich sparen können.

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